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Skalar

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Montag, 20. September 2010, 09:35

Amoklauf in Lörrach

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Gegen 18 Uhr kommt es zu der schweren Explosion in einer Wohnung. Fenster und Mauern zerbersten, dichter Qualm dringt aus dem Gebäude. Die Feuerwehr rückt an – und muss sofort wieder abziehen: Denn plötzlich fallen in dem Haus Schüsse! Dann stürmt eine bewaffnete Frau aus dem Gebäude. Es ist Anwältin Sabine R.

Später wird die Polizei in ihrer Wohnung Kanister mit Brandbeschleunigern und zwei Tote entdecken, einen Mann und einen Jungen. Der Ex-Lebensgefährte und der gemeinsame Sohn, beide erschossen, furchtbar entstellt durch die Explosion – die ersten Opfer der Amokläuferin!

18.10 Uhr: Die bewaffnete Anwältin eilt über die Straße zum Gelände des katholischen St. Elisabethen-Krankenhauses, schießt um sich. Sie trifft zwei Passanten, verletzt sie schwer. Laut Augenzeugen läuft sie dann gezielt in die gynäkologische Abteilung.

Wie der Oberstaatsanwalt von Lörrach, Dieter Inhofer, im ZDF-Morgenmagazin mitteilte, trug die Frau neben einer kleinkalibrigen Faustfeuerwaffe auch ein Messer bei sich. Damit erstach sie den Pfleger in einer Klinik.

Ein Polizist, der sich privat in der Klinik aufhält, wird angeschossen – Kniedurchschuss. Er verliert viel Blut, ist inzwischen außer Lebensgefahr!

In der Klinik bricht Panik aus, Patienten schreien um Hilfe, flüchten in ihre Zimmer, verstecken sich im Keller und sogar auf dem Dach des Gebäudes.

18.15 Uhr: Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg wird über den Amoklauf alarmiert. Die Polizei riegelt den Bereich um das Krankenhaus in der Innenstadt komplett ab!

18.30 Uhr: Schwer bewaffnete SEK-Beamte rücken an, stürmen das Krankenhaus und entdecken dort die Frau.

Eiskalt zielt die Anwältin auf die Beamten, Patienten und Klinikpersonal, drückt ab. Es kommt zum Feuergefecht. Erst jetzt kann die Polizei die Attentäterin stoppen – mit einem tödlichen Schuss!

Was trieb die Frau zu diesem furchtbaren Verbrechen?

Das Motiv für die Beziehungstat liegt im persönlichen Bereich: Der Mann hatte sich vor acht Wochen von ihr getrennt, wollte sie gestern Abend mit dem Sohn besuchen. Fest steht auch: Im Krankenhaus wurde massenhaft Munition (Kaliber 6 mm) gefunden. Wollte die Frau noch viel mehr Menschen töten?

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, zeigte sich gestern Abend tief erschüttert: „Wir beten für die Opfer. Wir sind in Gedanken und unseren Gebeten bei den Verstorbenen, den Verletzten, den trauernden Angehörigen und Freunden sowie den Einsatzkräften von Polizei und Rettungsdiensten.“


Und wieder ist es passiert. Ein Mensch in Deutschland rastet aus, läuft Amok. Diesmal allerdings eine Frau, sogar eine Rechtsanwältin. Ich bin wirklich gespannt, wie die Politik diesmal eine Verknüpfung zum Egoshooter Genre findet. Ob die Frau auch Counterstrke gespielt hat? Oder andere Gewaltspiele? Oder ob sie einfach nur die Kontrolle verloren hat, wie viele ihrer Vorgänger schon in den 80er Jahren ohne das es Egoshooter gab?

Mein tiefes Mitgefühl den Familien, die bei dieser Kurzschlussreaktion zu Schaden bzw. um's Leben gekommen sind ;(
>>Der Sarkasmus ist mein Schwert, die Ironie mein Schild und der Zynismus meine Rüstung<<.

MafiaBoss14

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Montag, 20. September 2010, 10:26

Egoshooter sind meistens nicht schuld an amokläufen
schaut euch unsere älteren mit Menschen an die haben ganz europa in schutt und asche gelegt und hatten keine Egoshooter
die angehörigen der betroffenden Personen tun mir leid
die Politik muss sich wirklich mal die frage stellen warum auch gut ausgebildete leute amoklaufen die keine egoshooter spielen

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Traxi

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Montag, 20. September 2010, 11:04

Vorab mein tiefes Beleid allen Betroffenen - so eine grauenhafte Willkür ist einfach nur schrecklich.

Ich glaube nicht, dass es gelingen wird, ein Muster zu entwickeln, mit dem man im vorraus gefährdete Amokläufer identifizieren kann. Es sind immer wieder höchst individuelle Gründe, die einen Menschen zu so einer Tat bewegen. Und häufig sind es "niedere Beweggründe": Hass, Eifersucht, verletztes Ehrgefühl... oder Angstzustände, Depressionen... Es kann halt immer wieder zu Situationen kommen, in denen die Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit etc. so groß wird, dass man sich nicht mehr anders zu helfen weiss. Ich möchte hier um Gottes Willen nichts beschönigen - daher mein klares Statement zu beginn des Posts. Jedoch sollen diese Überlegungen verdeutlichen, dass die Gründe für einen Amoklauf nicht pauschalisiert werden können!

Computerspiele töten keine Menschen! Diese Aussage kann man immer wieder im Netz finden und sie ist wahr. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass mir Egoshooter ab und zu auch beim Agressionsabbau helfen. Um sich mal abzureagieren oder einfach mal einen mit nem Headshot wegzubashen. So what? Danach geht es einem im Zweifel eher besser als vorher und so wird man doch nicht im Real Life wegen virtueller Einflüsse auf Menschenjagd gehen...? Das ein Shooter die "Phantasie" erweitern kann und ggf gerade jüngere Menschen auf die Idee bringen könnten, dass auch real zu "erleben", kann sicher nicht ausgeschlossen werden. Dennoch denke ich nicht, dass Computerspiele originärer Auslöser eines Amoklaufes sind, sondern evtl. eher eine Inspiration, wie man es umsetzen könnte.

Die Tatsache, dass eine Anwältin nun rot gesehen hat, ist schockierend. Doch zeigt es nicht auch, dass selbst die Menschen, die vermeindlich aus dem gröbsten raus sind und zumindest finanziell (vermutlich) auf sicheren Füssen stehen, massive persönliche Probleme haben können, die sie zu einem Amoklauf bringen? Dass sie den Pfleger erstochen hat, finde ich noch viel unglaublicher. Einen Menschen erschießen sollte schon große Überwindung kosten, doch ihn mit eigenen Händen zu erstechen... :omg: ..! Da muss aber nicht nur ne Sicherung, sondern der ganze Sicherungskasten durchgebrannt sein. Solche Greueltaten sind in unserer aufgeklärten und zivilisierten Welt meiner Meinung nach nicht verzeihbar.
Ur-ChAoT & TCC-/ Gameserver-Admin

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